
Volkskorrespondent Rui Filipe Gutschmidt – 21. Februar 2022

Die Seite der IG-Risikogruppe aus der Schweiz brachte einen Beitrag zu einer Studie über die Wirksamkeit antiviraler Medikamente bei der Covid-19 Variante Omikron BA.2. An dieser Stelle bedankt sich die Redaktion bei Eveline Siegentaler, engagierte Aktivistin verschiedener sozialer Hilfsprojekte und ich schätze sie als eine persönliche Freundin.
Allem voran der Beitrag der IG-Risikogruppe:
17 von 19 Antikörperpräparaten wirkungslos bei Omikron BA.2
Insgesamt waren 17 von 19 monoklonalen Antikörpern entweder völlig inaktiv oder stark beeinträchtigt in der Fähigkeit, BA.2 zu neutralisieren. So die Ergebnisse einer neuen Studie der Columbia University New York. Sotrovimab verlor die 27-fache neutralisierende Aktivität gegen BA.2. Dies ist besonders wichtig, weil das Präparat der einzige klinisch zugelassene monoklonale Antikörper ist, der seine Aktivität gegen die ursprüngliche Form von Omikron beibehielt.
Sotrovimab wird auch in der Schweiz eingesetzt
Es soll helfen, bei besonders gefährdeten Personen (Risikopatienten) mit Corona einen schweren Verlauf zu verhindern, und muss in den ersten 5 Tagen der Erkrankung im Spital mittels Infusion verabreicht werden.
Alle getesteten Antikörper der Klasse 4 verloren eine größere neutralisierende Wirksamkeit gegen BA.2 gegenüber BA.1-Sublinien.
Zwei Präparate behielten eine ordentliche Aktivität gegen BA.2, während sie gegen BA.1-Viren nicht aktiv waren. LY-CoV1404, ein weiterer Klasse-3-Antikörper in der Entwicklung, neutralisierte weiterhin alle Omikron-Sublinien.
Bei der Studie wurde 19 neutralisierende monoklonale Antikörper untersucht. Siebzehn davon waren gegen verschiedene Epitopcluster (Klassen 1-4) innerhalb der Rezeptorbindungsdomäne (RBD), während zwei auf die N-terminale Domäne (NTD) gerichtet waren.
Zu diesen Antikörpern gehörten u.a. Imdevimab, Casirivimab, Tixagevimab, Cilgavimab, Bamlanivimab, Etesevimab, Amubarvimab, Romlusevimab, Sotrovimab, Bebtelovimab.
Die Ergebnisse der Studie sind besonders brisant im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Entwicklung in Dänemark.
Seit dort sämtliche Maßnahmen inkl. die Maskentragepflicht beendet wurden, steigen die Todeszahlen rapide an, und haben bereits drei Viertel des bisher absoluten Höchststandes erreicht. Omikron BA.2 ist dort aktuell vorherrschend.

Bild: IG Risikogruppe
Zur Lage an der Virenfront
Die SARS-Cov2 Pandemie hat der Virologie, Pharmaindustrie und der Medizin allgemein einen weltweiten Schub beschert, der Unsummen an Investitionen in die Forschung und den Ausbau der Produktionskapazitäten zur Folge hatte. Es wurden bürokratische Hürden teilweise abgebaut und internationale Kooperationskanäle ausgebaut.
Doch in unserer neoliberalen Welt konnten wir (Menschheit) die Profitgier nicht überwinden, obwohl diese gerade jetzt so deutlich wie nie offenbart wurde. Denn hier geht es ganz konkret um Menschenleben und darum, ob jeder das Recht auf den Impfschutz, Medikamente und Beatmungsgeräte hat, oder ob nur die Menschen in den reichen Ländern das Recht auf medizinische Versorgung haben.

Bild Jacobsen, Schwerin
All diese Fragen sind wichtiger denn je, doch heute möchte ich die Forschung hervorheben. Der Kampf der Forscher gegen die ständigen Mutationen ist lobenswert und kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Schade nur, dass die Verzögerung in der Produktion und Verteilung der Impfstoffe eine Ausrottung Coronavirus Covid-19 nicht zulässt. Das Resultat sind die ständigen Mutationen, Resistenzen gegen Impfstoffe und Medikamente und somit eine unnötige Verlängerung der Pandemie mit all ihren negativen Folgen.
Für die Gewinne der Pharmaindustrie sterben dadurch unzählige Menschen, kleine Geschäfte gehen Pleite, Menschen werden Krank und verlieren ihr Einkommen, haben körperliche und seelische Langzeitfolgen und politische Opportunisten sorgen zusätzlich mit ihren Verschwörungstheorien für Verunsicherung bei den Menschen.
Am meisten leiden die Menschen in Afrika, weiten Teilen Lateinamerikas und Asiens unter der Gier und dem Egoismus der Reichen. Leider nichts neues, aber es ist an der Zeit die Resultate der Forschung mit allen Bewohnern dieser Welt zu teilen. Wir sollten nicht vergessen, dass ein großer Teil der oben genannten Investitionen aus Steuergeldern finanziert wurden. Statt Armeen aufmarschieren zu lassen, sollten unsere gewählten Repräsentanten dem Virus, der Gier und der Ungerechtigkeit den Kampf ansagen. Wobei mir klar ist, dass DIESE Volksvertreter nicht unser aller Wohl im Sinn haben. Aber leider wurden sie von einer Mehrheit (wie auch immer) gewählt.
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