Über das Bedürfnis nach Liebe

 
Mutter und Tochter – Pixabay CC 0 Public Domain

Das elementare Bedürfnis, von seinen Erzeugern gewollt und geliebt worden zu sein … Wer hat es nicht?

Evan Dennings – 14. Juli 2018

Und wieder ein Stolperstein auf dem Wege zu geistiger / seelischer Freiheit – man legt sein Glück in die Hände von Leuten, die eventuell gar nicht in der Lage sind, uns emotional das zu geben, was wir zu brauchen vermuten.
Als wäre irgendwas „anders als vorher“, wenn deine Erzeuger dich in den Arm nehmen täten, und mit Tränchen in den Augen sagen würden „Wir haben dich sowas von gewollt und geliebt, und werden dich immer lieben, so wie du bist.“

Vielleicht klappt ja eine „Selbst-Befreiung“, via Bewusstmachung der Wirklichkeit, und die geht so:

Menschen steigen nicht ins Bett und zeugen Kinder weil sie sich sagen „Du Heinz, ich lieb dich so, wir sollten unsere Liebe via der Zeugung eines geliebten, gewollten Kindes manifestieren, was hälst du davon?“
„Gute Idee, Charlotte, ich zieh schonmal die Hose aus, hab auch grad nen romantischen Anfall der sich in nem Steifen manifestiert.“

Nö – Leute haben Sex, Frauen werden schwanger, obs Kind nun grad in die aktuelle Lebenssituation der beiden passt oder nicht ist der Natur egal.
Ob sie das Kind, dass sie da zeugen wollen und lieben ist der Natur auch egal. Der gehts eher um den Erhalt der Art und weniger um individuelle seelische Befindlichkeiten.

Nur sind wir dann eben HIER, und sind uns unserer Existenz bewusst.
Und sind Gefangene des Bedürfnisses, geliebt und gewollt worden zu sein – was ggfs. nie befriedigt werden kann, da unsere Erzeuger mit ihren eigenen Dämonen, seelischen Mängeln, Verletzungen, Traumata beschäftigt sind, und/oder uns ihre Liebe nicht zeigen können/wollen, oder sich selbst nicht lieben und auch niemand anders so richtig lieben können.

Jedenfalls wollen wir doch FREI sein – dazu gehört auch die Befreiung vom Bedürfnis, gewollt, geliebt, gewertschätzt, respektiert zu werden.

Eltern sind vor allem Erzeuger, die „Rolle der Eltern im Unterbewusstsein des Kindes“ wird klar überschätzt, und diese Rolle können auch andere Personen übernehmen für unser Seelchen, z. B. liebe Schwiegereltern oder die nette alte Dame aus der Nachbarschaft, oder man schafft es tatsächlich sich gänzlich von dieser Illusion zu befreien und unabhängig zu sein davon, ob uns wer Liebe geben kann und möchte, oder nicht.

Harter Tobak an einem schönen Samstag Morgen, nicht wahr?

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