Trumps Handelskrieg lässt Asien zusammenwachsen

Shinzo Abe und Xi Jinping Youtube screenshot

[KiwiClickToTweet tweet=“Shinzo Abe and XI Yinping“ quote=“Handelskrieg“]Während die Trump-Administration rund um den Globus Handelskriege anzettelt, tut sich in Asien etwas. Wirtschaftspolitisch wächst der Kontinent zusammen.
Marco Maier – 15. November 2018
Eine der wichtigsten Konsequenzen des Handelskriegs der neokonservativen Trump-Regierung gegen China und Japan ist das jüngste diplomatische und wirtschaftliche Treffen zwischen dem japanischen Premierminister Shinzo Abe und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Peking. Es war nicht nur das erste derartige Treffen eines japanischen Premierministers seit sieben Jahren in Zeiten, in denen die Beziehungen wegen einer Gruppe umstrittener unbewohnter Inseln im Ostchinesischen Meer schwierig sind.
Das Treffen deutete auch an, dass eine neue politische und wirtschaftliche Strategie im größten Wirtschaftsbereich Asiens entstehen könnte. Stunden nach dem Abflug in Peking traf Abe in Tokio den indischen Premierminister Narenda Modi. Dieser arbeitet in letzter Zeit (auch ungeachtet schwelender Grenzdispute) enger mit China zusammen.
Angesichts des anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds und der zunehmend protektionistischen Politik Washingtons bleibt den asiatischen Großmächten keine andere Wahl als wirtschaftlich zu kooperieren – auch wenn man sonst politische und historische Probleme miteinander hat. Und das liegt auch an der aggressiven Außenpolitik Washingtons.
Zwar versuchen die Amerikaner, vor allem die Japaner und Inder gegen China in Stellung zu bringen, doch diese suchen sich ihre eigenen Allianzen – neben China beispielsweise auch mit Russland. Das ist auch ein Resultat der Außenpolitik der Trump-Administration, die sich nicht selten auch direkt gegen Verbündete richtet.
 

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