S-400: Ankara beugt sich dem Druck Washingtons

Erdogan Pixabay CC0 Public Domain


Angst vor US-Sanktionen führen dazu, dass die Türkei nun doch vom Kauf der russischen S-400-Luftabwehrsysteme absehen will. Ankara befürchtet einen Wirtschaftscrash. 

Marco Maier – 11. Mai 2019

Die US-Erpressungspolitik gegenüber der Türkei ist aus Sicht Washingtons offenbar erfolgreich. Angesichts der schwächelnden Wirtschaft und der in den Keller rauschenden Türkischen Lira wird Ankara nun wohl doch keine S-400-Luftabwehrsysteme von Russland kaufen. Zumindest vorerst.
Zwar hatten Präsident Recep Tayyip Erdogan und andere führende Regierungspolitiker immer wieder darauf gepocht, die S-400 trotz der US-Drohungen kaufen zu wollen, doch Ankara hat scheinbar zu hoch gepokert. Nun müssen die Türken klein bei geben und einlenken.
So berichtet die „Bild“ unter Berufung auf diplomatische Kreise in Ankara davon, dass die türkische Regierung gegenüber Washington einlenkt. So schreibt das transatlantisch orientierte Springer-Blatt:
Die wirtschaftliche Krise in der Türkei verschärft sich durch die aggressive Außenpolitik Erdogans. Es wird zu keiner Lieferung der S-400 im Juli kommen, wie es der türkische Präsident angekündigt hatte. Denn der Kauf würde zu Sanktionen aus Washington führen – und in der aktuellen Lira-Krise wäre das der wirtschaftliche Untergang der Türkei.“
Die Amerikaner wissen genau, wie sie die Türken „knacken“ können: mit wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen. Andererseits sorgt das arrogante US-Gehabe auch dafür, dass selbst Alliierte und Partner sich vom US-Dollar unabhängig zu machen versuchen. Auch neue Allianzen werden gesucht. Auf lange Sicht schadet sich Washington damit jedoch nur selbst.

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