Ägypten – Ein neuer Kult löst die blutrünstigen Religionen ab

Rui Filipe Gutschmidt – 1. April 2021

Rui Filipe Gutschmidt

Eine neue Religion entstand in den Hinterhöfen der ägyptischen Mittelklasse und findet seinen Weg in die Slums von Städten wie Kairo oder Alexandria. Bastet, die Katzenköpfige Göttin aus der Zeit der Pharaonen wird als Göttin der Liebe und des Friedens von den Bastetisten verehrt. Die religiöse Gewalt zwischen Muslimen, Kopten und Anhängern anderer Religionen und der islamistische Terrorismus im Schatten der Pyramiden, bringen dem neuen Kult täglich neue Anhänger.

Katzen wurden im alten Ägypten als göttliche Tiere verehrt. Der jetzige Kult basiert auf dem altägyptischen Götterglauben, hat aber nicht mehr viel mit ursprünglichen Kult gemein. Die anderen Götter des alten Ägypten oder der abrahamische Monotheismus werden außen vor gelassen und Bastet wird praktisch isoliert als Göttin oder göttlicher Schutzgeist all derer gesehen, die Katzen haben oder einfach nur lieben und gut behandeln.

Katzen haben im islamisch geprägten Ägypten zwar kein göttliches Statut mehr, aber sie haben immer noch einen hohen Stellenwert. Viele Menschen haben Katzen oder kümmern sich um Millionen Straßenkatzen, soweit wie dies möglich ist und einer Katze Schaden zuzufügen ist sicherlich keine gute Idee. Es mag zwar nicht mehr die Todesstrafe oder ähnlich drakonische Maßnahmen geben, aber eine Katze zu misshandeln ist in gewissen Gegenden Ägyptens keine besonders gute Idee.

Der neue Kult ist aber keineswegs gewalttätig und vereint in sich Gedanken des Tier- und Umweltschutzes, gesellschaftlich soziale und liberale Philosophien, einen Hauch Feminismus und einen etwas verklärt-esoterische Sicht auf die „bedingungslose Liebe, die wir von den Katzen lernen können.

Unter dem Motto „Katzen führen keinen Krieg“, bemühen sich die Bastetisten um Frieden, in einer Region in der Kriege und Terrorismus zum Alltag gehören und wo man wegen seiner religiösen oder politischen Überzeugung mordet oder ermordet wird.

Es ist also mehr wie eine exzentrische Spinnerei und in einer Region in der religiöser Fanatismus das Leben in den Armenvierteln der großen Städte beherrscht, ist es nich einfach die Religion zu wechseln und sich einem neuem Kult anzuschließen. Dennoch sind immer mehr Menschen bereit sich den Bastetisten anzuschließen. Das einige der Priesterinnen Millionenschwere Katzenzüchterinnen sind und diese in den Armenvierteln von Kairo und Alexandria Schulen und Kindergärten unterhalten spielt mit Sicherheit eine große Rolle dabei.

Wie lange die Moslembruderschaft diese „Konkurrenz“ in ihrem „Jagdrevier“ wohl noch dulden wird? Persönlich denke ich, dass Religionen obsolet sind, wobei jeder für sich entscheiden muss, woran er glauben möchte. Bastet? Gibt schlimmeres, oder.
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