Wochenrückblick 3. Kalenderwoche 2022

Zurückblickend auf die letzten Tage sind uns einige kommentierbare Vorkommnisse ins Auge gefallen, die wir hier zur Diskussion stellen.
(Kommis bitte unten eintragen!)
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17. Januar |
BIP-Aktuell #201: Treffen zwischen Gantz
und Abbas, zwischen Koch und Kellner

Das jüngste Treffen zwischen dem israelischen Verteidigungsminister Gantz und dem palästinensischen Präsidenten hat Abbas nur wenig gebracht, war aber für Gantz im Hinblick auf seine Kampagne innerhalb Israels für die Interessen hoher Militärs von besonderer Bedeutung. Gantz hat erfolgreich öffentliche Gelder für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) umgeleitet, erwartet aber, dass Mahmoud Abbas die Aufgabe übernimmt, das Westjordanland unter Kontrolle zu halten.
»BIP-Aktuell« berichtete
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18. Januar | Räpple wird der Prozess gemacht
Der ehemalige Landtagsabgeordnete Stefan Räpple muss sich ab Mittwoch, 19. Januar, wegen einer ganzen Reihe von Straftaten vor der 3. Großen Strafkammer des Landgerichts Mainz verantworten (Saal 201, Beginn 9 Uhr). Wie das Landgericht mitteilt, werden dem 40-jährigen Angeklagten die Verunglimpfung des Staates, die öffentliche Aufforderung zu Straftaten und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.
»Beobachternews« berichtete
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19. Januar | Tarifticker 3/2022
Aktuelle Kurzmeldungen zu den laufenden Tarifverhandlungen und Arbeitskämpfen der Kollegen/-innen im deutschsprachigen Raum.
»RoterMorgen« berichtete
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20. Januar |
Kuba auf dem Weg zum Infektionshöhepunkt
Am Dienstag gab Raul Guinovart, der Dekan der mathematischen Fakultät der Universität Havanna, bekannt, dass Prognosemodelle darauf hindeuten, dass die Zahl der COVID-19-Fälle in Kuba bei der aktuellen Welle von Omikron-bedingten Infektionen ein Maximum erreichen könnte.
»Zeitung der Arbeit« berichtete
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20. Januar |
Baerbock und Lindner als Werbeträger
für DocMorris, McCafe und Daimler

Darüber, das die SPD sich ihren Bundesparteitag von Pfizer und anderen sponsern ließ, haben wir schon berichtet. Die SPD ist mit ihrer Offenheit für die Belange von spendenfreudigen Konzernen, aber bei weitem nicht allein. Das zeigen die Portraits von Annalena Baerbock und Christian Lindner sich vor Werbetafeln aufstellen, wie sonst nur gesponserte Sportgrößen.
»RoterMorgen« berichtete
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20. Januar | „Wir lassen nicht zu,
dass unsere Kinder im Gefängnis sterben“

In Istanbul ist eine Kundgebung der Initiative „Solidarität mit den Gefangenen“ verboten worden. Die türkische Polizei blockierte den Kundgebungsort vor der Gerichtsmedizin in Yenibosna bereits im Vorfeld und gab zur Begründung ein Versammlungsverbot des Landratsamtes im Bezirk Bahçelievler an.
»ANF-Aktuell« berichtete
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20. Januar |
Die französische Armee verlässt
den Norden Malis: Militärische Schwierigkeiten
und diplomatische Spannungen

Am 14. Dezember 2021 verließen die letzten französischen Soldaten Timbuktu. Die drei „französischen Einflusszonen“ im Norden Malis (Tessalit, Kidal und Timbuktu) wurden nun nach der militärischen Terminologie „an Mali zurückgegeben“.
»RoterMorgen« berichtete
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20. Januar |
Turnschuh-Radikale
In den Jahren der Merkel-Regierung wird das Anbiedern der Grünen an konservative Parteilinien deutlicher: Während der sogenannten „Flüchtlingskrise“ stimmt die Partei für die Verschärfung von Migrationsgesetzen und blockiert Untersuchungsausschüsse zum Mord an Oury Jalloh. Joschka Fischer betreibt bei RWE Lobbyismus, während die Grüne Jugend im Hambacher Forst von der Polizei verdroschen wird. Doch all das hat den Grünen weder geschadet noch genutzt. Erst mit dem erneuten Aufflammen des öffentlichen Diskurses über den Klimawandel öffnet sich den Grünen eine neue Chance.
»The Lover Class Magazine« berichtete

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21. Januar |
Heilige Seilschaften
Nun will der Papst für Missbrauchsopfer beten, doch er und seine feinen Bischöfe haben die Taktik der drei Affen eingeschlagen. Die Diskussion über das, was einem eigentlich nicht verwundern sollte, erinnerte mich daran, dass auch heute noch viele Menschen glauben, dass die beiden etablierten Kirchen sich und ihre Arbeit von Kirchensteuern und Spenden finanzieren. Doch auch das ist ein Irrglauben und spätestens seit Carsten Frerks Erstlingswerk »Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland« schwarz auf weis belegt.
»RoterMorgen« berichtete
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22. Januar | Utopia
Heute hörte ich zum ersten Mal, Konstantin Weckers neuen Song »Utopia«. Der Anlass: Die „Blödquatschshow Inas Nacht“ vom NDR, war zwar kein besonderer Rahmen für seine anspruchsvollen und eindeutigen Zeilen, doch Konstantin hat gepunktet, während der „Moderationsclown Ina Müller“ fast unaufhörlich ihr triviales Geplapper von sich gab, sprang der Funke sofort über… Ein Genosse im Fernsehen!
»ElCantor« berichtete

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22. Januar | Wahlkampf in Portugal –
Neuste Umfrage deutet auf Fortsetzung
von Premierminister Costas Minderheitsregierung

Der Wahlkampf in Portugal hat begonnen und wie versprochen berichtet IW für unsere vielen in Portugal lebenden oder sonst mit diesem schönen Land verbundenen Leser über die für den 30. Januar angesetzten Wahlen. Bisher gab es schon einige TV-Debatten und Vorwahlkampfveranstaltungen und natürlich die ewige, unscheinbar auf Samtpfoten daher kommende Berieselung mit (Experten)Propaganda in den (meist privaten) Medien. Die Umfrageergebnisse geben einen Einblick in die Gefühlswelt der Portugiesen zwei Wochen vor der Wahl.
»Info-Welt« berichtete

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22. Januar | Joseph Dietzen (9.12.1828 – 15.4.1888)
Auf den ersten Blick ist es erstaunlich, dass sich ein Handwerker aus dem Streben heraus, eine freie Menschheit Wahrheit werden zu lassen, so seine eigenen Worte, der Lösung zentraler Probleme der Philosophie zuwendet und in sie einkehrt. Dieser Ausnahmedenker war der am 9. Dezember 1828 in Blankenburg bei Köln geborene Joseph Dietzgen, der seinen Lebensunterhalt als Lohgerber verdiente.
»RoterMorgen« berichtete
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23. Januar | Imperialismus und Krieg
Nach der Weltwirtschaftskrise 1929 fand 10 Jahre später der 2. Weltkrieg mit dem Überfall Hitlers auf die Sowjetunion statt. Dies hat nichts zu tun mit der besonderen Bösartigkeit Hitlers, sondern die imperialistischen Mächte hatten sich derart verhakt, dass nur noch ein Krieg der Ausweg war zwecks Aufteilung der Welt. Diese Entwicklung geißelte Lenin als Imperialismus bedeutet Krieg.
»RoterMorgen« berichtete
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23. Januar |
„Die wahre Geschichte im Hardcover-Einband“
Buchbesprechung „Dean Reed – die wahre Geschichte“
Darüber, ob ein Buch eine wahre Geschichte erzählen kann lässt es sich streiten. Ich jedenfalls bin begeistert von den vielen Schilderungen und den vielen dazugehörigen Bildern der Lebenswege Dean Reeds die in dem 2007 erschienenen Buch „Dean Reed – die wahre Geschichte“ aufgeführt und gezeigt werden. Auch, wenn für mich, der ich mich nun seit 17 Jahren mit Dean Reed, seinem Leben und seinem Kampf für Frieden und einer gerechteren Welt befasse, nicht viel Neues zu lesen war, überwältigt mich, wenn ich das Buch zur Hand nehme immer wieder die Fülle und Vielfältigkeit des 2007 im edlen Hardcover-Einband erschienenen Buches.
Thomas Grossman und Frank-Burkhard Habel: Dean Reed – die wahre Geschichte, Verlag Neues Leben, Berlin 2007, ISBN 978-3-355-01738-1., 19,90 €.
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Die Redaktionen
danken den Volkskorrespondenten/-innen Hosteni, Zeki, Nico,

KikiRebel, Rui-Filipe, Sascha, Kalle, Heinrich, Klaus, Fiete, Reinhold u. A.
für die Unterstützung bei der Erstellung.
Dieser Rückblick erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

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